Ein Film (von Aleksey Lapin) wie ein Traum der die Realität ist, schön und alpdrückend zugleich. Bilder in schwarzweiß, die trostlos und zugleich weit wirken, ein zufälliges Dorf, abgeschieden und doch von der Moderne geschlagen, in der nur wenige feste Gestalten sich tummeln. Die vorsichtige Näherung an eine Welt, trifft auf die Trostlosigkeit von einer von der Nähe zurückschreckenden Zerbrochenheit, was erschaudern macht. Das Zusammensitzen der liebenswert entgleitenden Figuren, die im Dunkeln der Liebe sich für einen Moment ermächtigen, sodass das grelle Helle der Welt für einen Moment verschwinde, deutet eine verlorene Welt an, die sich nicht durch Flucht vor der vorhandenen bewahren ließe. Davon zeugt das ironische Lied auf verlorene Revolutionen, der Schmach von verlorenen Hoffnungen, ohne die kein Leben leben kann.
Es ist wie eine dunkle Allegorie, die den trostlosen Krieg im Osten Europas unter dem Auspizium einer Verlassenheit, die nur die leere und formelhafte Aufwallung von Eroberungsgelüsten erreicht, die niemand recht haben will, außer einer fadenscheinigen Elite. Diese Figuren in dieser traumlosen Traumlandschaft, sind so ausgehöhlt, dass es vielleicht nicht schwer fällt, ihr leeres Sehnen nach Besseren, auch in der nationalen Aufwallung aufgehen zu sehen, so dass die Leere noch einmal Gefühl hat, bevor alle wieder in die Alltäglichkeit zurücksinken, wo niemand tut, was zu tun wäre. Menschen, denen seit Jahrzehnten nichts an Versprechungen erfüllt wurde, so dass keine lauten Hoffnungen mehr bleiben, solch bloße Gestalten wird hier mit einer Liebe begegnet, die widerständig weiter hofft, aus der Verlorenheit könnten Menschen noch erwachsen.
